Die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Seit 1992 erinnert das Projekt europaweit an die Schicksale von Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die kleinen Messingtafeln werden jeweils vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Menschen verlegt, an die sie erinnern, und machen ihre Namen und Lebensgeschichten im Alltag sichtbar.
Die öffentliche Auftaktveranstaltung in Landau beginnt um 10 Uhr vor dem Anwesen Marktstraße 51. Nach einer musikalischen Eröffnung durch Peter Damm am Saxofon wird die für das städtische Archiv und Museum zuständige Beigeordnete Lena Dürphold die Anwesenden begrüßen. Anschließend informiert Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer über das Leben von Karl Henrich, bevor der erste Stolperstein verlegt wird.
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung werden weitere Stolpersteine an drei Standorten im Stadtgebiet in den Boden eingelassen. Aus organisatorischen Gründen erfolgen diese Verlegungen ohne öffentliches Begleitprogramm.
Die neuen Stolpersteine erinnern an:
• Karl Henrich (Marktstraße 51)
• Theodor, Martha, Ellen und Walter Fried (Eichbornstraße 15)
• Julius, Jeanne, Robert und Edgar Meier (Reduitstraße 11)
• Franz Zeilberger (Vogesenstraße 4)
Bereits am Vorabend der Verlegung, am Montag, 22. Juni, lädt die Stadt Landau gemeinsam mit dem Kulturzentrum Haus am Westbahnhof und der Stolpersteine-Initiative Landau zu einem öffentlichen Vortrag ein. Beginn ist um 18 Uhr im Haus am Westbahnhof, der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „STOLPERSTEINE – SPUREN und WEGE“ stellt Frank-Matthias Mann das Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig vor. Der Vortrag zeichnet Demnigs künstlerischen Werdegang von seinen ersten Arbeiten im Jahr 1968 bis hin zum europaweiten Erinnerungsprojekt der Stolpersteine nach und vermittelt Einblicke in dessen Entstehung und Entwicklung.
Frank-Matthias Mann ist ein langjähriger Wegbegleiter Gunter Demnigs, engagiert sich seit Jahrzehnten in der Erinnerungs- und Gedenkarbeit, ist Gründungsmitglied des Vereins Stolpersteine in Kassel und begleitet das Stolperstein-Projekt seit vielen Jahren. Er wird auch die Landauer Stolperstein-Verlegung am darauffolgenden Tag begleiten.
Die Stadt Landau lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen, den Vortrag zu besuchen und so gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Eine Übersicht aller bislang in Landau verlegten Stolpersteine ist im GeoPortal der Stadt Landau unter https://maps.landau.de im Themenbereich „Geschichte & Historisches“ zu finden.
Veranstaltungen können Sie über die Funktion "Neu anlegen" eintragen. Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung wenden.