Lesen ist der Schlüssel zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und vielen Chancen im Leben. Gleichzeitig bleibt die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen eine große Herausforderung. Das zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie. Für die Stadt Landau ist deshalb klar: Leseförderung darf nicht an der Schultür enden oder alleine den Familien überlassen werden. Auch Bibliotheken und andere außerschulische Bildungsorte spielen eine wichtige Rolle dabei, Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen zu vermitteln und ihnen möglichst viele Gelegenheiten zum Lesen zu bieten.
„Wer gut lesen kann, dem stehen im wahrsten Sinne des Wortes viele Türen offen“, betont Oberbürgermeister Dominik Geißler als Dezernent für die Stadtbibliothek Landau. „Deshalb müssen wir Kindern und Jugendlichen möglichst früh und auf ganz unterschiedlichen Wegen Lust aufs Lesen machen. Unsere Stadtbibliothek leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie ist ein niedrigschwelliger Bildungsort, an dem alle Menschen unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel Zugang zu Büchern, Wissen und Geschichten haben.“
Die aktuellen Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf: Die Leseleistungen der 15-Jährigen in Deutschland sind gegenüber der PISA-Studie 2022 erneut zurückgegangen. Rund ein Drittel erreicht beim Lesen nicht das definierte Mindestkompetenzniveau. Umso wichtiger sind neben Schulen und Familien Orte, an denen Kinder und Jugendliche ganz selbstverständlich und ohne Leistungsdruck mit Büchern und Geschichten in Berührung kommen.
Die Leiterinnen der Stadtbibliothek Landau, Amelie Löhlein und Sabine Schäfer, erleben in ihrer täglichen Arbeit, wie unterschiedlich die Zugänge zum Lesen sein können. „Leseförderung bedeutet für uns vor allem, Begegnungen mit Büchern und Geschichten zu ermöglichen – und zwar möglichst unkompliziert und mit Freude“, sagen sie. „Manche Kinder verschlingen Bücher, andere müssen erst entdecken, welche Geschichte, welches Thema oder welches Format sie begeistert. Genau dafür braucht es Orte, an denen Kinder ausprobieren und stöbern können.“
Die Stadtbibliothek Landau bietet dafür weit mehr als „nur“ die klassische Ausleihe von Büchern an. Neben einem breiten Medienangebot gehören Veranstaltungen wie verschiedene Lese-Events, Vorleseangebote wie die Vorlesezeit und Aktionen zur Leseförderung wie der Lesesommer zum Programm. Dabei arbeitet die Bibliothek auch mit Kitas, Schulen und weiteren Einrichtungen zusammen. Ziel ist es, Kinder möglichst früh mit Büchern und Geschichten in Berührung zu bringen und sie auf ihrem Weg zu selbstständigen Leserinnen und Lesern zu begleiten.
Gerade vor dem Hintergrund angespannter kommunaler Haushalte weist Oberbürgermeister Dominik Geißler auf die Bedeutung einer verlässlichen Ausstattung öffentlicher Bibliotheken hin. Denn Leseförderung brauche nicht nur gute Ideen und engagierte Menschen, sondern auch die entsprechenden personellen und finanziellen Möglichkeiten.
Alle Informationen zu Angeboten für Kinder und Jugendliche in der Stadtbibliothek Landau präsentiert Heinrich, der Lesedrache auf: https://opac.landau.de unter „Kinder/Jugend“.