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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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21.09.2026

Mehr Raum zum Lernen, Leben und Großwerden: Erweiterungsbau der Grundschule Dammheim eingeweiht

„Schule ist mehr als Pauken und Plagen, Schule ist mehr als nur Quälerei“: Was die Kinder der Grundschule Dammheim bei der Einweihung ihres neuen Anbaus so schön besungen haben, lässt sich dort jetzt auch ganz praktisch erleben. Denn die Schule, die von Kindern aus Dammheim und Bornheim besucht wird, hat nicht nur mehr Platz bekommen. Entstanden sind neue Räume zum Lernen, Spielen, Essen und Zusammensein – und damit für all das, was Schule neben Unterricht eben auch ausmacht. Umgesetzt wurde das Bauprojekt vom städtischen Gebäudemanagement (GML).

Gemeinsam mit der Schulgemeinschaft um Schulleiterin Sabine Pfeiffer haben Landaus Bürgermeister Lukas Hartmann, Beigeordnete Jennifer Braun, die Beigeordnete der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich, Pia Werling, Schulrätin Silke Schick sowie Vertreterinnen und Vertreter von Stadtverwaltung, Architekturbüro und den beteiligten Gewerken die neuen Räume jetzt offiziell eingeweiht.

„Noch bevor hier die ersten Wände standen und wir über Steckdosen, Türen oder Bodenbeläge gesprochen haben, hatten wir eine Vorstellung davon, was dieser Anbau einmal sein soll: nicht nur ein Lernort, sondern auch ein Lebensort für unsere Kinder“, unterstrich Schulleiterin Sabine Pfeiffer bei der Einweihungsfeier. „Dass diese Vorstellung jetzt Wirklichkeit geworden ist, verdanken wir ganz vielen Menschen. Das Projekt war von Anfang an geprägt von großer Gesprächsbereitschaft und dem Willen, gemeinsam gute Lösungen zu finden. Dafür gilt mein großer Dank dem GML und der ganzen Stadtverwaltung, Polychrom Architekten und den beteiligten Gewerken ebenso wie unserem Kollegium, den Eltern, dem Schulelternbeirat und unserem Förderverein.“

Auf rund 391 Quadratmetern zusätzlicher Innenfläche hat das GML einen Mehrzweckraum, einen Speiseraum, zwei Betreuungsräume, ein Klassenzimmer sowie großzügige Flur- und Nebenflächen geschaffen. Damit ist die Grundschule dauerhaft für zwei Klassen pro Jahrgang mit insgesamt acht Klassen und bis zu 141 Kindern gerüstet.

Für die neue Schul- und GML-Dezernentin Jennifer Braun war die Einweihung zugleich eine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Sie besuchte selbst die Grundschule Dammheim. „Für mich persönlich war das heute ein kleines ‚Back to the roots‘“, freute sich Braun. „Vor allem ist es schön zu sehen, was hier für die Kinder entstanden ist. Schule ist längst nicht mehr nur ein Ort für Unterricht. Kinder verbringen hier einen großen Teil ihres Tages – und brauchen deshalb Räume, in denen sie sich wohlfühlen, gemeinsam lernen, essen, spielen und sich entwickeln können.“

Begonnen und weitgehend umgesetzt wurde das Bauprojekt noch unter der Zuständigkeit von Bürgermeister Lukas Hartmann als damaligem GML-Dezernenten. „Nach dem ersten Anbau 2019 ist das bereits die zweite Erweiterung – das zeigt, wie sich der Schulstandort Dammheim entwickelt hat“, so Hartmann. „Jetzt sichern wir dauerhaft die Zweizügigkeit und haben gleichzeitig energetisch einen großen Schritt nach vorne gemacht: mit Holzbau, Erdwärme, Photovoltaik und Gründach. So haben wir nicht nur mehr Platz geschaffen, sondern den gesamten Schulstandort fit für die Zukunft gemacht.“

Die Grundschule Dammheim ist ein gemeinsamer Schulstandort für Kinder aus dem Landauer Stadtdorf und der benachbarten Ortsgemeinde Bornheim. Die Stadt Landau und die Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich arbeiten dabei eng zusammen. Im laufenden Schuljahr besuchen 115 Kinder die Schule, davon 55 aus Dammheim und 60 aus Bornheim. Die Grundlage für die Kostenaufteilung für die zweite Erweiterung wurde 2022 vereinbart. Für die Aufteilung wurde damals eine Schülerzahl von 126 Kindern zugrunde gelegt: 81 Kinder aus Bornheim und 45 aus Dammheim. Daraus ergibt sich die vereinbarte Kostenbeteiligung von 64 Prozent für die Verbandsgemeinde Offenbach und 36 Prozent für die Stadt Landau.

„Die Grundschule Dammheim zeigt, wie interkommunale Zusammenarbeit ganz konkret funktionieren kann“, betont die Offenbacher Beigeordnete Pia Werling. „Für unsere Bornheimer Kinder sichern wir damit einen wohnortnahen Grundschulstandort mit kurzen Wegen. Dass wir gemeinsam die Voraussetzungen für die dauerhafte Zweizügigkeit geschaffen haben, ist vor allem für die Kinder und ihre Familien eine gute Nachricht.“

Auch in Sachen Nachhaltigkeit hat das neue Gebäude einiges zu bieten: Es wurde als Holzkonstruktion errichtet und stufenlos an den Bestand angeschlossen. Elf bis zu 95 Meter tiefe Erdsonden sorgen dafür, dass die gesamte Schule zu rund 98 Prozent mit Erdwärme beheizt werden kann. Die Finanzierung der Heizungsanlage erfolgte aus KIPKI-Mitteln der Klimastabsstelle der Stadt Landau. Hinzu kommen eine Photovoltaikanlage und 461 Quadratmeter begrüntes Dach. Die PV-Anlage wird künftig rund 50.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen – bei einem prognostizierten Bedarf von rund 35.000 Kilowattstunden. Damit entspricht die Schule bilanziell einem Null-Energie-Gebäude.

Auch draußen wurde gemeinsam angepackt: Schulhof, Spielplatz und Grünanlagen wurden von Schule, Lehrkräften, Schulelternbeirat, Förderverein, Eltern, Handwerk und Verwaltung gemeinsam gestaltet. Besonders die Eltern brachten dabei viel Eigenleistung ein. Insgesamt verfügt die Grundschule Dammheim nun über rund 1.401 Quadratmeter Innenfläche und rund 2.660 Quadratmeter Freifläche.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 1,85 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Vorhaben über die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) mit 910.000 Euro.

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