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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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01.09.2026

Landauer Jugendfeuerwehren zeigen ihr Können bei Jahresinspektionsübung: Mehr als 50 Nachwuchsfeuerwehrleute trainieren Menschenrettung und Brandbekämpfung am Alten Kaufhaus

Wenn am Alten Kaufhaus in Landau Rauch aufsteigt und Feuerwehrfahrzeuge anrücken, muss nicht immer ein echter Notfall dahinterstecken: Die sieben Landauer Jugendfeuerwehren stellten jetzt bei ihrer gemeinsamen Jahresinspektionsübung ihr Können unter Beweis.

Mehr als 50 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren aus Landau, Arzheim, Dammheim, Godramstein, Mörzheim, Nußdorf und Wollmesheim sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer waren an der Übung beteiligt. Das Szenario sah einen Brand im Alten Kaufhaus vor, bei dem mehrere Personen aus dem Gebäude gerettet und gleichzeitig Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet werden mussten.

Die einzelnen Einheiten rückten zeitlich versetzt über den Kleinen Platz, die Theaterstraße und – sofern erforderlich – die Kaufhausgasse an. Anschließend wurden verschiedene Einsatzabschnitte rund um das Alte Kaufhaus abgearbeitet.

An der Westseite des Gebäudes übernahmen die Einheiten aus Mörzheim und Wollmesheim die Rettung einer auf einem Fenstersims sitzenden Person. Hierfür kam eine vierteilige Steckleiter zum Einsatz. Parallel wurde ein Außenangriff zur Brandbekämpfung vorgenommen.

Die Jugendfeuerwehren aus Arzheim und Godramstein gingen über den Nordeingang in das Gebäude vor. Im Mittelpunkt stand das Vorgehen über das Treppenhaus. Zwei Personen mussten aus dem ersten Obergeschoss ins Freie geführt werden.

Am Osteingang übernahmen die Einheiten aus Dammheim und Nußdorf einen weiteren Einsatzabschnitt. Dort galt es, zwei Personen aus dem Erdgeschoss mithilfe einer Trage zu retten.

Die Einheit Landau Stadt verschaffte sich über die Südseite Zugang zum Gebäude. Aufgrund des parallel stattfindenden Wochenmarkts wurde dabei nicht die große Treppe genutzt. Stattdessen erfolgte der Zugang über eine Steckleiter an der Treppe auf der Ostseite. Von dort ging ein Trupp zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor und musste ebenfalls eine Person über die Steckleiter retten.

Auch sonst bestand eine besondere Herausforderung darin, dass die Übung mitten im laufenden Wochenmarktbetrieb stattfand. Die Jugendlichen mussten deshalb nicht nur ihre Einsatzaufgaben bewältigen, sondern gleichzeitig auf Passantinnen und Passanten Rücksicht nehmen.

Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch zog nach der Übung ein positives Fazit: „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Motivation und Einsatzbereitschaft unsere Jugendlichen bei der Sache sind. Solche Übungen sind eine wichtige Vorbereitung auf die Aufgaben, die später im aktiven Feuerwehrdienst auf sie warten.“

Auch Stadtjugendfeuerwehrwart Simon Hargesheimer zeigte sich zufrieden mit der Leistung des Feuerwehrnachwuchses: „Heute hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig Teamarbeit ist. Die Jugendlichen haben konzentriert gearbeitet, Verantwortung übernommen und gemeinsam die gestellten Aufgaben gemeistert. Darauf können sie wirklich stolz sein.“

Die Übung wurde von zahlreichen interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern verfolgt. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt beobachteten das Geschehen vor Ort. Aus dem Stadtvorstand waren Lukas Hartmann und Jennifer Braun anwesend und konnten sich ein Bild vom Engagement und Ausbildungsstand der Nachwuchsfeuerwehrleute machen.

Die Jahresinspektionsübung machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig die Nachwuchsarbeit der Feuerwehr ist. Neben den praktischen Fertigkeiten standen insbesondere Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikation und ein strukturiertes Vorgehen im Mittelpunkt.

Der besondere Dank der Feuerwehrspitze gilt allen Jugendlichen, ihren Betreuerinnen und Betreuern sowie allen weiteren Beteiligten, die die Übung vorbereitet und durchgeführt haben.

Heute Jugendfeuerwehr – morgen Einsatzkräfte!

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