Seit Mitte Juli gelten im Malerviertel, an der Horstschanze, im Fliegerviertel und in der Godramsteiner Straße in Landau neue Regeln für das Parken. Nach einer einwöchigen Informationsphase werden Verstöße inzwischen regulär geahndet. Die Stadt Landau weist deshalb noch einmal auf die geltenden Regelungen hin und verurteilt zugleich den mutwilligen Vandalismus an den neuen Parkscheinautomaten im Malerviertel.
Was hat sich geändert? Die Stadt hat das Parkraummanagement in den Parkquartieren Nord und Nordost ausgeweitet. Grundlage hierfür ist ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2025; die Grundsatzentscheidung geht bereits auf das Jahr 2021 zurück. Ziel ist es, den vorhandenen Parkraum besser zu strukturieren und zu nutzen. Klar markierte Parkflächen und einheitliche Regelungen machen das Parken übersichtlicher und tragen gleichzeitig dazu bei, Rettungswege zuverlässig freizuhalten – anders als bisher etwa im Malerviertel.
Die Verwaltung bittet daher alle Verkehrsteilnehmenden, die neue Zonenbeschilderung im Malerviertel zu beachten. Diese befindet sich an allen Zufahrten zum Maler- und Fliegerviertel und weist darauf hin, dass innerhalb der Zone ausschließlich auf den gekennzeichneten Flächen sowie mit gültigem Parkschein oder entsprechender Parkberechtigung geparkt werden darf. Innerhalb der Zone werden die Schilder nicht an jeder Straße wiederholt – dieses Prinzip wird auch in anderen Parkquartieren in Landau angewendet und sorgt für klare Regeln ohne zusätzlichen Schilderwald.
„Uns ist klar, dass die Änderungen gerade im Malerviertel kontrovers diskutiert werden. Deshalb haben wir uns in der ersten Woche bewusst dafür entschieden, zunächst zu informieren statt direkt zu verwarnen. Mittlerweile ist die Übergangsphase beendet und die Regelungen gelten wie angekündigt“, erklärt Bürgermeister Lukas Hartmann als zukünftiger Verkehrsdezernent.
Der Bürgermeister betont, dass die Maßnahme vor allem der Sicherheit dient: „In vielen Straßen gerade im Malerviertel konnten Feuerwehr, Rettungsdienst oder auch die Müllabfuhr ihre Aufgaben nicht zuverlässig erfüllen, weil Fahrzeuge zu eng parkten und die erforderlichen Durchfahrtsbreiten nicht eingehalten wurden. Gleichzeitig waren zahlreiche Gehwege durch parkende Autos so stark eingeengt, dass Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen sie oft nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen konnten. Genau diese Probleme lösen wir mit dem Parkraummanagement.“
Mit der Neuordnung der Parkflächen entfielen insbesondere im Malerviertel Parkmöglichkeiten. Dabei handelte es sich jedoch vielfach um Flächen, auf denen nach den geltenden Vorschriften schon bisher nicht hätte geparkt werden dürfen. „Unsere Mitarbeitenden haben jede Straße einzeln betrachtet, um trotz der rechtlichen Vorgaben und der Sicherheitsanforderungen möglichst viele legale Parkplätze zu erhalten“, erklärt Lukas Hartmann.
Das Parkraummanagement verfolgt darüber hinaus das Ziel, den vorhandenen Parkraum gerechter zu nutzen. Erfahrungen aus anderen Parkquartieren zeigen, dass durch die Bewirtschaftung Garagen wieder genutzt, private Stellplätze aktiviert und Fahrzeuge häufiger auf privaten Flächen abgestellt werden. Dadurch stehen im öffentlichen Raum mehr Parkplätze für diejenigen zur Verfügung, die regelmäßig auf ihr Auto angewiesen sind und keine privaten Stellplätze haben.
Mit Bedauern stellt die Stadt außerdem fest, dass die neuen Parkscheinautomaten im Bereich der Berufsbildenden Schule bereits vor ihrer Inbetriebnahme mehrfach mutwillig mit Lackfarbe beschädigt wurden. Dabei entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Die Stadt appelliert, öffentliche Einrichtungen pfleglich zu behandeln. „Unabhängig davon, wie man die neuen Regelungen bewertet: Vandalismus hilft niemandem und verursacht letztlich Kosten, die die Allgemeinheit trägt“, so Lukas Hartmann.
Wer mehr über die Hintergründe des Parkraummanagements erfahren möchte, von Rettungswegen und Gehwegparken über die Parkgebühren bis hin zur Frage, warum Parkraummanagement überhaupt eingeführt wird, findet Antworten in der aktuellen Folge des städtischen Podcasts #immerwaslosinLD mit Bürgermeister Lukas Hartmann. Die Folge ist auf den bekannten Podcast-Plattformen sowie unter https://immerwaslosinld.podigee.io verfügbar.