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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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25.06.2026

Hitze belastet Gesundheit und Zusammenleben: Klimastabsstelle und Gleichstellungsstelle der Stadt Landau informieren über Risiken und Unterstützungsangebote

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer sorgt derzeit vielerorts für emotionale Momente, so auch in Landau. Gleichzeitig stehen der Südpfalz die bisher heißesten Tage dieses Sommers bevor. Die Gleichstellungsstelle und die Klimastabsstelle der Stadt Landau nehmen das zum Anlass, auf die vielfältigen Auswirkungen von Hitze aufmerksam zu machen – nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf das soziale Miteinander.

Denn: Hohe Temperaturen stellen nicht nur ein gesundheitliches Risiko dar. Sie können auch die psychische Belastung erhöhen. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung und eine gesteigerte Reizbarkeit treten bei Hitze häufiger auf. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen und Personen, die bereits unter Stress oder psychischen Belastungen leiden. Studien zeigen zudem, dass mit steigenden Temperaturen Konflikte und aggressive Verhaltensweisen zunehmen können.

Großereignisse wie die Fußball-WM können diese Belastungen zusätzlich verstärken. Wenn hohe Temperaturen auf starke Emotionen, Frustration oder erhöhten Alkoholkonsum treffen, kann dies das Konfliktpotenzial erhöhen. Hitze ist zwar keine Ursache für Gewalt, kann jedoch bestehende Spannungen und Belastungen verstärken. Das gilt insbesondere für bereits konflikthafte Beziehungen oder familiäre Situationen, in denen Gewalt eine Rolle spielt. Fachleute weisen darauf hin, dass während Hitzeperioden auch das Risiko für häusliche Gewalt steigen kann.

„Hitze ist mehr als ein Wetterphänomen. Sie beeinflusst unsere Gesundheit, unsere Leistungsfähigkeit und unser soziales Miteinander. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzubeugen und Unterstützungsangebote zu kennen“, betonen Jenni Follmann von der Klimastabsstelle und Laura Hess von der Gleichstellungsstelle.

Die Stadt Landau empfiehlt bei den aktuellen Temperaturen etwa:

  • körperliche Anstrengungen nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen,
  • Alkohol zu vermeiden und alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser zu trinken,
  • leichte und ausgewogene Mahlzeiten zu sich zu nehmen,
  • auf Nachbarinnen, Nachbarn, Angehörige und andere gefährdete Personen zu achten,
  • bei Anzeichen von Überlastung oder gesundheitlichen Problemen frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen
  • und Konfliktsituationen bewusst zu entschärfen und Rückzugs- sowie Abkühlungsmöglichkeiten zu schaffen.

Wer Unterstützung benötigt oder von Gewalt betroffen ist, findet in Landau und der Region verschiedene Beratungsangebote. Dazu gehören das InterventionsZentrum gegen häusliche Gewalt Südpfalz, der Frauennotruf Aradia und die städtische Gleichstellungsstelle. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 016 erreichbar. Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet, sollte nicht zögern, die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu kontaktieren.

Informationen zum Hitzeschutz und zu regionalen Unterstützungsangeboten sind auf dem Landauer Klimaschutzportal https://landau.klimaschutzportal.rlp.de, der DWD-Wetter-App oder beim Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz unter www.hitze.rlp.de zu finden.

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