Hilfsnavigation
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
Seiteninhalt
07.07.2025

Landau bewirbt sich für das EU-Interreg-Projekt »LivableCities«: Bebaute urbane Lebensräume lebenswerter und nachhaltiger gestalten

Landau soll grüner, nachhaltiger und damit lebenswerter werden! Aus diesem Grund hat der Stadtrat in der vergangenen Sitzung die Bewerbung für das interregionale Projekt „LivableCities“ beschlossen. Es handelt sich dabei um ein EU-gefördertes Forschungsprojekt unter anderem mit der RPTU Kaiserslautern-Landau, das sich mit der Verbesserung der Lebensqualität in Städten befasst. Die Stadt Landau wird der RPTU im Projekt als Partnerstadt dienen. Ziel ist es, dicht bebaute urbane Lebensräume durch sogenannte blau-grüne Infrastrukturen lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei sollen ökologische, soziale und stadtklimatische Vorteile erzielt werden. Bei einer erfolgreichen Bewerbung erhalten die RPTU und die Stadt Landau entsprechende Förderungen.

„Die fortschreitende Urbanisierung führt zu zersplitterten Ökosystemen, Verlust der Biodiversität, schlechter Luftqualität, städtischer Überhitzung und Überschwemmungsrisiken“, erklärt Bürgermeister Lukas Hartmann. „Das Projekt bietet die Chance, städtebauliche Lösungen zu entwickeln und Landau nachhaltig und lebenswert weiterzuentwickeln. Darüber hinaus stärken wir die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und unterstützen zudem die wissenschaftliche Arbeit der RPTU. Außerdem könnten wir das erste EU-Projekt nach Landau holen“, so der Klimadezernent weiter.

Durch das Projekt können bisher zurückgestellte Maßnahmen durch Förderungen umgesetzt werden: Erstens sollen Anwohnerstraßen im Stadtteil Horst durch sogenannte Parklets, also temporäre Aufenthaltsbereiche, zu Begegnungsräumen umgestaltet werden. So sollen Nachbarschaftsbeziehungen gestärkt, soziale Vereinsamung verringert und die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Zweitens sollen die halböffentlichen Grünflächen im Horst, die nur etwa drei Prozent der Flächen ausmachen, durch aktive Nutzung oder ökologische Verwilderung aufgewertet werden. Ziel ist es, die Biodiversität zu fördern, soziale Treffpunkte zu schaffen und die Flächen nachhaltiger zu gestalten.

Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund 225.000 Euro, wobei die Stadt mit einem Eigenanteil von 90.000 Euro bei einer Förderquote von 60 Prozent rechnen kann. Die Finanzierung erfolgt über das entsprechende EU-Interreg-Programm, ergänzt durch mögliche Städtebau-Förderungen sowie Förderungen des rheinland-pfälzischen Innenministeriums. „Für die Bearbeitung des Projekts werden bei der Stadtverwaltung keine neuen Stellen geschaffen. Da die EU auch Personalkosten fördert, würde die Stadt rund 120.000 Euro hierfür erstattet bekommen, die den Eigenanteil von 90.000 Euro aus den Investitionen übersteigt und somit zu einem Plus für den städtischen Haushalt führen würde, sollte das Projekt gefördert werden“, so Lukas Hartmann abschließend.

Erste Partnerstädte des Projekts setzen bereits standortspezifische Pilotmaßnahmen um. Unterstützt werden sie dabei von wissenschaftlichen Partnern.

zurück nach oben drucken