Am Montag, 9. November, jähren sich die Novemberpogrome an der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zum 88. Mal. Auch in Landau hinterließen die Gewalttaten der Nationalsozialisten tiefe Spuren. Mit einer Gedenkveranstaltung um 17 Uhr am Synagogenmahnmal auf dem Elias-Grünebaum-Platz erinnert die Stadt Landau an die Opfer und setzt zugleich ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, gemeinsam innezuhalten und der Verfolgten zu gedenken.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Blick auf das Geschehen vor Ort. Unter dem Titel „Tage des Terrors. Landau im November 1938“ schildert Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer die Ereignisse des 9. und 10. November 1938 und erinnert an das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in der Stadt. Im Anschluss gedenkt Bürgermeister Lukas Hartmann in seiner Ansprache der Opfer der Novemberpogrome und würdigt die Bedeutung des Erinnerns und Mahnens. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung wird außerdem ein Kranz am Synagogenmahnmal niedergelegt. Die beiden Dekane Volker Janke und Axel Brecht gestalten einen religiösen Impuls. Für die musikalische Umrahmung sorgt Peter Damm.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch in Landau die Synagoge. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden verfolgt, misshandelt und verschleppt, ihre Wohnungen und Geschäfte angegriffen und zerstört. An die niedergebrannte Synagoge erinnert heute das Mahnmal in der Friedrich-Ebert-Straße. Seit 2016 trägt der Platz rund um das Mahnmal den Namen des früheren Landauer Bezirksrabbiners Elias Grünebaum.
Die Stadt Landau lädt alle Interessierten ein, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und ein respektvolles Miteinander zu setzen.