Hilfsnavigation
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
Seiteninhalt
11.05.2026

#LandauErinnert: Stadt Landau erinnert am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs

Mit einer offenen Gedenkveranstaltung hat die Stadt Landau am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert. Bürgerinnen und Bürger kamen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Stadtverwaltung und Stadtpolitik auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände zusammen. An der Gedenkskulptur „Nie wieder“ des Künstlers Karlheinz Zwick nutzen sie die Gelegenheit, um gemeinsam innezuhalten, der Opfer der NS-Gewaltherrschaft zu gedenken und ein Zeichen für Demokratie und Menschenwürde zu setzen.

Oberbürgermeister Dominik Geißler erinnerte in seiner Ansprache an die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur und zitierte den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit den Worten: „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“ Der 8. Mai mahne dazu, Demokratie und Freiheit aktiv zu schützen. „Wir dürfen gesellschaftliche Spaltung und demokratiefeindliche Entwicklungen niemals unterschätzen. Gerade jetzt braucht es Menschen, die über politische Grenzen hinweg Verantwortung übernehmen und Flagge für unsere demokratischen Werte zeigen.“ Sein Dank gelte allen, die sich in Landau in Vereinen, Initiativen und der Zivilgesellschaft für Erinnerung, Menschlichkeit und Zusammenhalt engagieren.

Gestaltet wurde die Veranstaltung vom Stadtarchiv. Für den musikalischen Rahmen sorgten Markus Herold an der Gitarre und Rüdiger Böhm mit verschiedenen Flöten. Katharina Slawik vom Stadtarchiv ordnete in ihrem historischen Beitrag die Ereignisse rund um den 8. Mai 1945 ein und erinnerte an die Situation in Landau in den letzten Kriegswochen und der unmittelbaren Nachkriegszeit. Dabei betonte sie die Vielschichtigkeit dieses historischen Datums: „Es gibt nur ein differenziertes Bild vom 8. Mai 1945.“ Für viele Menschen in Europa habe der Tag die Befreiung von Terror, Verfolgung und Krieg bedeutet, zugleich sei er für zahlreiche Deutsche mit Verlust, Schuld und Zusammenbruch verbunden gewesen. Umso wichtiger seien historische Aufklärung und die öffentliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit auch heute noch.“

Im Anschluss an das offizielle Programm bestand Gelegenheit, Blumen an der Skulptur niederzulegen oder sich an der Aktion des Stadtarchivs zu beteiligen und Gedanken sowie Erinnerungen in einem historischen Koffer festzuhalten. Die Beiträge werden dokumentiert und dauerhaft archiviert.

Der 8. Mai markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa im Jahr 1945 und die Befreiung vom Nationalsozialismus. Zugleich steht der Tag für die Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen und die Verantwortung, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten und in die Gegenwart zu tragen.

zurück nach oben drucken