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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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Adoptionsverfahren und Adoptionsvermittlung

Leistungsbeschreibung

Eine Adoption soll dem Kind Geborgenheit und Zuwendung unter Achtung der eigenen Biografie in einer neuen Familie sichern. Die Adoption eines Kindes wird erst dann in Betracht gezogen, wenn feststeht, dass eine Lebensperspektive in der Herkunftsfamilie auch mit Unterstützungsangeboten nicht gegeben ist. Zentraler Gesichtspunkt einer Adoption ist das Wohl des Kindes. Aufgabe der Adoptionsvermittlungsstellen ist es, Kinder zu den für sie am besten geeigneten Pflegefamilie zu vermitteln, nicht aber für diese „passende“ Kinder zu suchen.

An wen muss ich mich wenden?

Die Vermittlung eines Kindes an Adoptionsbewerber dürfen nur Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter und die zentrale Adoptionsstelle des Landesjugendamtes vornehmen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

unter anderem werden nachfolgende Unterlagen benötigt:

  • aktueller Auszug aus dem Geburtsregister,
  • Heiratsurkunde,
  • (amtsärztliches) Gesundheitszeugnis,
  • Erweitertes Führungszeugnis,
  • Einkommensnachweis (letzte 12 Monate),
  • Kopie des Personalausweises,
  • Bescheinigung über den Wohnort,
  • Lebensbericht

Typisierung

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Was sollte ich noch wissen?

Rechtsfolgen einer Minderjährigenadoption:

Mit dem Ausspruch der Annahme als Kind durch das zuständige Familiengericht erlöschen sämtliche Rechte und Pflichten zwischen dem Kind und seinen leiblichen Eltern und Verwandten – Ausnahmen gibt es bei der Adoption durch einen Stiefelternteil oder Verwandte sowie der Adoption eines Volljährigen. Das adoptierte Kind wird im Verhältnis zu seinen leiblichen Eltern und Verwandten zu einer fremden Person. Einzige Ausnahme, es bleibt beim Eheverbot für Verwandte in gerader Linie.

Das adoptierte Kind wird zum gemeinsamen Kind der Adoptiveltern und erhält die Rechtsstellung eines leiblichen Kindes. Das Kind erhält als Geburtsnamen den Familiennamen der Adoptiveltern. Führen diese keinen gemeinsamen Familiennamen, so können sie den Namen der Adoptivmutter oder des Adoptivvaters zum Geburtsnamen bestimmen. Ist das Kind im Besitz einer ausländischen Staatsangehörigkeit, erwirbt es mit der gemäß den deutschen Gesetzen wirksamen Annahme als Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn der Annehmende Deutscher ist.

Voraussetzungen

Ehepaare können nur gemeinsam adoptieren. Nicht verheiratete Personen können ein Kind nur allein annehmen. Bei der Adoption durch ein Ehepaar muss ein Ehegatte das fünfundzwanzigste, der andere Ehegatte das einundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben. Nimmt eine Person ein Kind allein an, muss sie das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben. Eine obere Altersgrenze für Adoptiveltern ist im geltenden Recht nicht festgelegt. Das Alter der Adoptiveltern sollte jedoch im Verhältnis zum Kind einem natürlichen Altersabstand entsprechen.

Adoptiveltern müssen sich guter körperlicher und geistiger Gesundheit erfreuen, um mit hoher Wahrscheinlichkeit über die Pubertät hinaus als belastbare Bezugspersonen zur Verfügung zu stehen. Ein Kind benötigt für seine Entwicklung intakte und dauerhafte Familienbeziehungen. Diesbezüglich kommt der Stabilität und Qualität der elterlichen Partnerschaft eine zentrale Bedeutung zu. Die wirtschaftliche Gesamtsituation der Adoptiveltern muss gesichert sein und sie müssen über ausreichenden Wohnraum verfügen. Des Weiteren sollten Adoptiveltern nicht vorbestraft sein. Sie müssen von ihrer Persönlichkeit her über Einfühlungsvermögen, Bindungsfähigkeit, Belastbarkeit, Problemlösekompetenz und Offenheit gegenüber anderen Lebensweisen verfügen. Adoptiveltern müssen nicht „besser“ sein als andere Eltern. Sie benötigen jedoch - über die Fähigkeiten leiblicher Eltern hinaus - besondere Kompetenzen, da die Lebenssituation eines Adoptivkindes u. a. dadurch geprägt ist, das Kind von zwei Elternpaaren zu sein.

Verfahrensablauf

Ehepaare oder Einzelpersonen die den Wunsch haben, ein Kind zu adoptieren, müssen mit der Adoptionsvermittlungsstelle des Jugendamtes, in dessen Zuständigkeitsbereich ihr Hauptwohnsitz liegt, Kontakt aufnehmen und einen entsprechenden Antrag stellen. Die Adoptionsvermittlungsstelle prüft die Eignung zur Aufnahme eins Kindes mit dem Ziel der Adoption.

Im Rahmen der Eignungsprüfung, welche in der Regel einen Zeitraum von ca. 9 Monaten in Anspruch nimmt, erfolgen mehrere Beratungsgespräche, es findet mindestens ein Hausbesuch statt. Darüber hinaus ist für Adoptionsbewerber die Teilnahme an Vorbereitungsseminaren verpflichtend. Adoptionsbewerber werden durch die Adoptionsvermittlungsfachkräfte umfassend über sämtliche - die Adoption betreffenden - inhaltlichen und formalen Fragen informiert. Jeder Adoptionsbewerber muss im Eignungsfeststellungsverfahren offen über die eigene Person, seine Partnerschaft und seine sozialen Beziehungen sprechen können. Vertrauensvolle Gespräche zwischen den Bewerbern und den Adoptionsvermittlungsfachkräften stehen im Vordergrund.

Wird das Eignungsfeststellungsverfahren mit einem positiven Ergebnis zum Abschluss gebracht, werden Adoptionsbewerber als für die Aufnahme eines Kindes generell geeignet bestätigt und in die Adoptionsbewerberliste der Adoptionsvermittlungsstelle aufgenommen.

Welche Gebühren fallen an?

Nationale Adoptionsvermittlungsverfahren sind gebührenfrei.

Es sind jedoch geringfügige Kosten zum Beispiel für den Notar, die Ausstellung ärztlicher Atteste, Führungszeugnisse einzuplanen.

Zuständig

Jugendamt
Amtsleiter: Herr Claus Eisenstein
Friedrich-Ebert-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
Telefon: 06341/13-5100
Fax: 06341/13-5109
E-Mail oder Kontaktformular

Kontakt

Herr Bernhard Ghahreman
Sachbearbeiter
Friedrich-Ebert-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
Telefon: 06341/13-5159
Fax: 06341/13-5139
E-Mail oder Kontaktformular
Sylvia Krämer
Sachbearbeiterin
Friedrich-Ebert-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
Telefon: 06341/13-5158
Fax: 06341/13/5139
E-Mail oder Kontaktformular
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