Natur erleben und Geschichte entdecken – unter diesem Motto stand der Waldentdeckertag anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Landauer Stadtwalds auf dem Taubensuhl. Passend zum Internationalen Tag des Waldes nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher bei frühlingshaftem Wetter die Gelegenheit, ihren Stadtwald hautnah zu erleben. Ein abwechslungsreicher Parcours mit elf Stationen sowie zahlreiche Mitmachangebote für Groß und Klein machten den Aktionstag zu einem Erlebnis für die ganze Familie.
„Unser Stadtwald ist Rückzugsort, Lernraum, Lebensraum und Klimaschützer – und viele Landauerinnen und Landauer nutzen ihn viel zu selten. Das Jubiläum ist eine gute Gelegenheit, die Menschen wieder stärker für dieses besondere Stück Natur zu begeistern“, sagt Bürgermeister und Forstdezernent Lukas Hartmann. „Das ist uns gelungen: Viele Interessierte sind hierhergekommen, um sich zu informieren und gleichzeitig einen schönen Tag im Wald zu erleben. Und wer diese Chance jetzt verpasst hat oder einfach nicht genug vom Taubensuhl bekommen kann: Im September findet zu den Deutschen Waldtagen ein weiteres Highlight im Rahmen der Geburtstagsfeierlichkeiten statt.“
Im Zentrum des Waldentdeckertags stand die Entwicklung der Waldwirtschaft – von ihren historischen Anfängen bis hin zu modernen Konzepten für einen zukunftsfähigen Wald. Entlang des Parcours konnten die Gäste die verschiedenen Stationen erkunden: von der Waldnutzung im Jahr 1826 und einem historischen Waldarbeiterlager über die Arbeit mit dem Rückepferd und die traditionelle Köhlerei bis hin zu Themen wie Samengewinnung und Wiederaufforstung, verschiedene Formen der Holzernte sowie Waldnaturschutz. Auch die Geschichte des Taubensuhls und Perspektiven für den „Wald der Zukunft“ wurden anschaulich vermittelt.
„200 Jahre sind für uns Menschen eine lange Zeit – für den Wald hingegen eine vergleichsweise kurze Zeitspanne. Die ältesten Bäume hier standen schon rund 100 Jahre, bevor der Stadtwald überhaupt in städtischen Besitz überging“, erklärt Philipp Hannemann, Leiter des Forstamts Haardt. Der Waldentdeckertag habe gezeigt, welche existenzielle Bedeutung der Wald früher hatte, welche Rolle er auch heute noch spielt und wie sich die Arbeit im Forst verändert hat. „Wir haben an den Stationen diese Entwicklung für alle erlebbar gemacht. Ein großes Dankeschön gilt deshalb den zahlreichen Helferinnen und Helfern aus Forst, Vereinen, Verwaltung und weiteren beteiligten Partnern – und natürlich auch Dr. Erwin Manz, Staatssekretär im Rheinland-pfälzischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Landaus Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler und dem Ersten Beigeordneten des Landkreises Südliche Weinstraße Georg Kern, die das Event mit uns zusammen eröffnet haben.“
Neben den informativen Einblicken kam auch der Erlebnischarakter nicht zu kurz: Ein spannendes Quiz entlang des Parcours, zahlreiche Mitmachstationen sowie Spiel- und Bastelangebote für Kinder machten den Wald auf vielfältige Weise erlebbar. Für eine entspannte An- und Abreise sorgten die Shuttlebusse, die vom Landkreis Südliche Weinstraße mitfinanziert wurden und auf große Resonanz stießen.
„Der Waldentdeckertag war ein großer Erfolg. Besonders freut uns, dass auch die Anreise mit den Shuttlebussen so gut funktioniert hat“, sagte Nina Ziegler, Geschäftsführerin der StadtLeben Landau in der Pfalz GmbH. „Allen Waldfreundinnen und Waldfreunden kann ich nur empfehlen, sich das Wochenende vom 18. bis 20. September freizuhalten: Unter dem Motto „Walderleben mit allen Sinnen“ laden wir erneut auf den Taubensuhl ein – mit geführten Wanderungen, Theater, Naturerlebnissen und vielen weiteren Angeboten.“
Weitere Informationen zum Wald-Jubiläum gibt es unter www.visitlandau.de/landau/stadtwald-taubensuhl auf der Seite der StadtLeben Landau in der Pfalz GmbH.