Hilfsnavigation
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
Seiteninhalt
05.03.2018

Pontifikalamt in der Landauer Marienkirche würdigt Ehrenbürger Kardinal Friedrich Wetter - Übergabe des Schilds für künftigen »Kardinal-Wetter-Platz«

„Am Abend eines Lebens geht der Blick zurück, an den Anfang des Lebens, an die Wurzeln. Und meine Wurzeln sind hier.“ Mit diesen Worten hat Kardinal Friedrich Wetter beim feierlichen Gottesdienst, der ihm zu Ehren in der Landauer Marienkirche abgehalten wurde, die Bedeutung, die seine Heimatstadt Landau in seinem Leben und für sein Wirken einnimmt, hervorgehoben. Der frühere Erzbischof von München und Freising, der vor wenigen Wochen seinen 90. Geburtstag feiern konnte, wurde am Sonntag, 4. März, mit einem Pontifikalamt in Landaus größtem Gotteshaus geehrt. Im Rahmen des Gottesdienstes überreichte Oberbürgermeister Thomas Hirsch dem Landauer Ehrenbürger symbolisch das Schild für den „Kardinal-Wetter-Platz“. Diesen Namen soll künftig der Platz vor der Marienkirche tragen.

Der OB würdigte Kardinal Wetter, der in diesem Jahr neben seinem runden Geburtstag auch sein 50-jähriges Weihejubiläum als Bischof und sein 65-jähriges Priesterjubiläum feiert, in seiner Ansprache. Der Ehrenbürger habe sich große Verdienste um die Weitergabe des christlichen Glaubens erworben und bei seinem bedeutsamen Wirken und Schaffen in Kirche und Welt niemals seine Verbundenheit zu Landau vergessen. Er habe daher gerne die Anregung der Pfarrei Mariä Himmelfahrt für einen „Kardinal-Wetter-Platz“ aufgenommen, so Hirsch. Die Stadt werde im Laufe des Jahres den Straßenbereich vor der Marienkirche neu gestalten, dabei auch den Platz neu fassen und das neue Platzschild aufstellen, informierte der Stadtchef.

Kardinal Wetter blickte in seiner Predigt auf seine Kindheit und Jugend in Landau zurück. Wetter ist in der Südstadt aufgewachsen und war Messdiener in der Marienkirche. „Wir haben hier den Glauben gefeiert und Gemeinschaft gefunden“, so der Kardinal. „Es war eine Freude, zu leben und zu glauben, hier in dieser Kirche und dieser Stadt.“ Zentrale Aussage der Predigt Wetters war ein Eintreten gegen die „Gottvergessenheit“. Gott dürfe nicht vergessen werden, bekräftigte der Kardinal. „Wenn wir Christen uns einsetzen, dass Gott immer präsent bleibt, werden wir zum Segen für eine Stadt. Als Christen haben wir diese Aufgabe: Die Liebe Christi in die Welt zu tragen und sie aufstrahlen lassen“, betonte Wetter.

Friedrich Wetter wurde am 20. Februar 1928 in Landau geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1948 studierte er Theologie und wurde 1953 in Rom zum Priester geweiht. 1968 erfolgte die Ernennung zum Bischof von Speyer, 1982 zum Erzbischof von München und Freising. Am 25. Mai 1985 wurde Friedrich Wetter von Papst Johannes Paul II. in das Kardinalskollegium aufgenommen. Kardinal Wetter ist unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes, des Bayerischen Verdienstordens und der Goldenen Ehrenmünze der Stadt München. Mit der Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt Landau in der Pfalz wurde er am 3. Oktober 1994 ausgezeichnet.

Am Gottesdienst zu Ehren des Kardinals in der Marienkirche nahmen auch der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, der jüngst sein zehnjähriges Bischofsjubiläum begehen konnte, und Kirchenpräsident Christian Schad, der kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte, teil. Beiden überreichte der OB als Gruß der Stadt Landau Weine aus der besonderen Lage „Nussdorfer Bischofskreuz“.

zurück nach oben drucken