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Rathaus 2 © Rolf H. Epple Stadt Landau
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Ostpark

Der rund 3 Hektar große Ostpark bildet die zentrale Grünfläche innerhalb der östlichen Innenstadt und hat einen besonderen Stellenwert für die wohnortnahe und quartiersbezogene Naherholung. Der so genannte „Schwanenweiher“ bildet das Relikt eines Überflutungskessels aus den Zeiten des Festungsbaus.

Im Rahmen des Prozesses „Werkstatt-Innenstadt“ wurden bereits Ziele für (Grün)Vernetzung von Schlachthofareal, Ostbahnstraße und Ostpark formuliert. Das Konzept sah eine stärkere Verzahnung des Boulevards mit dem Park vor. Diese Zielsetzung findet auch Niederschlag im Städtebaulichen Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2009. Im Jahr 2012 konnten dann entsprechende gestalterische Maßnahmen umgesetzt werden. Der nördliche Parkeingang wurde einladend mit mehreren Zugängen vom Boulevard her gestaltet und eine Podestanlage als Sitzplattform unmittelbar am Wasser geschaffen.

Leider ist festzustellen, dass die restliche Parkfläche aufgrund gestalterischer Defizite nicht ihr volles Potenzial als attraktive innerstädtische Grünfläche zur Geltung bringen kann. Für viele Bürgerinnen und Bürger sind der Ostpark und der identitätsstiftende Schwanenweiher mit Erinnerungen an Boot fahren im Sommer und Eislaufen im Winter verbunden. Themen wie Drogen, Kriminalität, übelriechendes und trübes Wasser, sowie Fischsterben haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten den Gesamteindruck des Ostparks beherrscht und führten zur Verunsicherung bei der Bevölkerung.

Durch geeignete Baumaßnahmen soll die für den Ostteil der Innenstadt besonders wichtige Grünanlage weiterentwickelt und der Ostpark als Aufenthalts- und Begegnungsraum, Identitätsstifter und kühlende Insel im Sommer weiter qualifiziert werden. Der Ostpark soll dafür durch folgende Maßnahmen aufgewertet werden:

Stärkung und Funktionserhalt als Ort der Naherholung

Um die Nutzungsvielfalt für verschiedenste Nutzer- und Altersgruppen zu erhöhen und der Übernutzung der bestehenden Infrastruktur entgegen zu wirken, sollen diversifizierte und attraktive Verweil- und Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden. Dazu gehören lange Bänke auf denen man sich treffen, aber auch Abstand halten kann ebenso, wie Wasserspielplatz, Fitnessgeräte für Jugendliche und Erwachsene, sowie Spielanlagen für die Kleinsten. Ergänzt wird das Konzept durch ein akzentuierendes und das Sicherheitsgefühl förderndes Beleuchtungskonzept.

Soziale Integration

Insgesamt soll das gesellschaftliche gleichberechtigte Neben- und Miteinander im Park und die Identitätsstiftung mit dem wohnortnahen Freibereich nachhaltig verbessert werden. Ein Streetworker wird auf drei Jahre eingesetzt, um Zugang zu den sozialen Randgruppen zu erhalten und Integrationsarbeit zu leisten.

Verbesserung der Wegestruktur

Die alten Eingänge zum Park und das alte Wegenetz sollen barrierefrei oder zumindest barrierearm ausgestaltet werden, um auch älteren Menschen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen eine bessere Nutzung der Parkanlage zu ermöglichen.

Herausarbeiten der Relikte der Festungszeit

Der im Zentrum der Parkanlage gelegene Schwanenweiher ist aus dem Überflutungskessel der ehemaligen Vauban-Festung hervorgegangen. Auch ehemalige Festungsmauern und -bestandteile sind im Ostpark noch erhalten. Diese Zeugnisse der Festungszeit führen jedoch bislang ein Schattendasein und sollen im Sinne der Förderung der Baukultur und Geschichte besser herausgestellt werden.

Verbesserung der ökologischen Qualität des Schwanenweihers

Der rund 1 Hektar große Schwanenweiher ist ein flaches Stillgewässer. Durch eine dicke vorhandene Schlammschicht und kontinuierlichen Nährstoffeintrag über Blätter und Wasserzuleitungen entstehen insbesondere in den Sommermonaten immer wieder Probleme mit der Wasserqualität. Die Folgen sind üble Gerüche, sehr trübes Wasser, regelmäßige Algenblüte und teils Fischsterben. Mittels gezielten Abdichtungs- und ökologischen Verbesserungsmaßnahmen sollen die Selbstreinigung und die Wasserqualität dauerhaft verbessert werden. Der Erhalt des Wasserkörpers ist Teil der Klimaanpassungsstrategie, die ausgleichende Wirkung auf das Stadtklima bleibt somit erhalten.

Stärkung der örtlichen Baukultur

Durch die Sanierung und Weiterqualifizierung der denkmalgeschützten Parkanlage, das Herausarbeiten und Stärken der identitätsstiftenden Elemente des Schwanenweihers, des alten und umfangreichen Baumbestandes, sowie der Festungselemente, wird die baukulturelle Entwicklung gefördert. Ein wichtiges Stück Landau bleibt erhalten.

Ende 2018 wurde ein Planungsbüro mit der Neugestaltung des Ostparks beauftragt. Der konkrete Maßnahmenplan wurde am 21.4.2020 im Stadtrat beschlossen. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist derzeit für Herbst 2023 geplant.

Parallel zur Planung wird ein breit aufgestellter Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt.

Mehr zum Bürgerbeteiligungsprozess

Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger der Stadt konstruktiv in den Entwicklungsprozess des Parks einzubinden. In Abstimmung mit dem Beteiligungsrat fanden deshalb im Jahr 2019 bereits drei Beteiligungsformate statt. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Angebote, ihre Wünsche und Anregungen zu äußern:

Im Rahmen des „Tags zur Städtebauförderung“ im Mai 2019 wurden insbesondere Emotionen, Stimmungen und Wünsche zum Ostpark abgefragt. Die Bürger konnten verschiedene Stimmungen, wie z.B. Angst- oder Sehnsuchts-bereiche verorten. Anhand der Vorentwurfsplanung und eines Modells vom Ostpark wurden zudem erste Planungsideen vorgestellt. Ziel der Veranstaltung war eine vielschichtige Meinungsabfrage und das sichtbare Gegenüberstellen verschiedener Gedanken und Ideen als Teil der künftigen Planung.

Auf Anregung des Beteiligungsrates erfolgte im August 2019 ein Rundgang im Park mit ausgewählten Gruppen. Hierzu waren Vertreterinnen und Vertreter von Jugend, Senioren, Migranten, Beeinträchtigten, Frauen, Studierenden und Polizei eingeladen. Bei dem Rundgang wurden vielfältige Anregungen gegeben.

Der Tag des offenen Denkmals im September 2019 wurde genutzt, um über die Voruntersuchungen und den Stand der Planung zu informieren und mit Bürgerinnen und Bürgern darüber ins Gespräch zu kommen.

Als weitere Beteiligungsbausteine sind unter anderem Baustellenspaziergänge, sowie die Herstellung von Spiel- und Fitnessgeräten im moderierten Eigenbau mit Jugendlichen und Kindern geplant.

Kontakt

Frau Sabine Klein
Abteilungsleiterin Grünflächen
Friedrich-Ebert-Straße 3
76829 Landau in der Pfalz
Telefon: 06341/13-3510
Fax: 06341/13-3509
E-Mail oder Kontaktformular
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