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Informationen für Frauen

Seit 1948 steht im Grundgesetz unter Artikel 3, Absatz 2:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

1993 wurde dies noch um eine Selbstverpflichtung des Staates erweitert:

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“
 
Wie sieht es mit diesem Verfassungsanspruch in der Wirklichkeit aus?
 
Die jungen Frauen verfügen heute über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sie sich bei ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für „typisch weibliche“ Berufsfelder oder Studienfächer – die meisten Mädchen wollen Bürokauffrau, Arzthelferin oder Friseurin werden. Dies sind Berufe mit geringer Bezahlung und schlechten Aufstiegsmöglichkeiten. Obgleich etwa 400 Ausbildungsberufe für junge Frauen zugänglich sind, werden 60 Prozent in nur 10 Berufen ausgebildet.
 
Bei fast zwei Drittel der Fälle geht die Mutter in die Elternzeit und ist währenddessen nicht erwerbstätig, in einem weiteren Drittel geht die Mutter während der Elternzeit zeitweise arbeiten. In nur knapp fünf Prozent der Haushalte teilen sich die Partner die Elternzeit. Der Anteil von Haushalten, in denen der Vater die Elternzeit wahrnimmt und keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist verschwindend gering.
 
Über alle Branchen hinweg verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt weniger als ihre männlichen Kollegen – im Durchschnitt 25 bis 30 Prozent.
 
Jede vierte Frau ist im Laufe ihres Lebens von Gewalt in einer Beziehung betroffen. 
 
Da also das Ziel der völligen Gleichberechtigung der Geschlechter noch immer nicht erreicht ist, ist es weiterhin nötig, dass kommunale Gleichstellungsbeauftragte sich für die Belange der Bürgerinnen einsetzen.



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