Hilfsnavigation

erfolgreich

Flankierende Maßnahmen

Begleitend zur Vorbereitung der Landesgartenschau sind über die eigentlichen Veranstaltungsflächen hinaus im restlichen Stadtgebiet sogenannte „flankierende Maßnahmen“ umgesetzt worden. Hierdurch wurden auch an anderen Stellen im Stadtgebiet und in den Stadtdörfern Grünflächen entwickelt, neue Verbindungswege geschaffen und das Stadtbild aufgewertet.

Verbindungswege und Infrastruktur

Im Südosten von Landau entstand ein neuer Brückenschlag über die Gleisanlagen zwischen Cornichonstraße und Grünzug im Gewerbepark „Am Messegelände“. Zudem wurde die Verbindung von dort zum Hauptbahnhof neu hergerichtet. Das architektonische Highlight „Brücke Ost“ wird schon jetzt von Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen sehr gut angenommen, erlaubt es doch eine Wegeführung abseits vom motorisierten Verkehr und mit unmittelbarem Anschluss an Erholungs- und Grünflächen. Die Brücke bildet künftig ein ideales Bindeglied zwischen Wohnen im Westen der Bahngleise und Arbeiten im Osten der Gleise im Gewerbepark. Doch zunächst dient sie als fußläufige Verbindung für die Gartenschaubesucher, die im Gewerbepark ihre Autos abstellen oder am Hauptbahnhof ankommen.

Brücke Ost

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres Großprojekt bildet der neue Bahnhaltepunkt Landau-Süd, der unmittelbar an der Weißenburger Straße entstanden ist und eine langfristige Investition in den ÖPNV darstellt. Kurze Wege ergeben sich dadurch unter anderem für Besucher und Mitarbeiter des Vinzentius-Krankenhauses und für die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule. Auch die aus Richtung Westpfalz und Saarland anreisenden Gartenschau-Besucher können diesen neuen Bahnhaltepunkt nutzen. Er bringt sie unmittelbar an das Landesgartenschaugelände.

Bahnhaltepunkt Süd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grünanlagen und Stadtbild 

Doch nicht nur im Bereich Verbindungswege wurde investiert. Was wäre eine Gartenschau, wenn nicht auch im restlichen Stadtgebiet Verschönerungen und Verbesserungen in den Grünanlagen spürbar wären. So konnte eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen in neuen und bestehenden Grünanlagen umgesetzt werden. Während ein Teil dieser Maßnahmen zu Verschönerungen unmittelbar während des Landesgartenschauhalbjahres dient, wurde der größte Teil dieser Investitionen für dauerhafte Verbesserungen verwendet. 

So wurde entlang des Derivationskanals im östlichen Abschnitt eine Wegeverbindung geschaffen, die mit einer neuen Brücke gleichzeitig auch den Grünanger an der Haardtstraße mit der Wieslauterstraße verbindet. Diesen Brückenschlag nutzten dann auch gleich die Anwohner von beiden Seiten des Derivationskanals und feierten gemeinsam das Einweihungsfest. Die neue Wegeverbindung entlang des Derivationskanals ergänzt den „Grünen Ring“ um die Landauer Innenstadt, bestehend aus Goethepark, Savoyenpark, Spionskopf, Schillerpark, Fortanlagen, Nordpark, Heinrich-Heine-Platz, Boulevard Queichufer und Ostpark.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Teil des Budgets der flankierenden Maßnahmen diente auch dazu, den maroden Weg am Ostufer des Schwanenweihers zu sanieren. Die neue Sitzplattform ist nun barrierefrei zugänglich. In Anlehnung an die im Ostpark bereits vorhandenen historischen Sandstein-Stützmauern, wurden die maroden Holzbohlen durch Buntsandsteinblöcke ersetzt und neue Sitznischen geschaffen. Der brüchige Weg wurde mit einer neuen Deckschicht versehen und Stolperfallen beseitigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An vielen Stellen in Parkanlagen konnten mit Hilfe der flankierenden Maßnahmen neue Staudenflächen als Schmuckpflanzungen angelegt werden. So wurden an der Hindenburgstraße passend zur neuen Kamel-Wiese die Beete mit Palmen und bunten Blumen bepflanzt. Ein neuer Sitzplatz ersetzt die Bänke entlang des Weges, der früher oberhalb der Wiese frei zugänglich war und jetzt in das Zoogelände integriert ist.

Auch im Südwestpark wurden um den Brunnen herum neue Blumenschmuckbeete angelegt und die in die Jahre gekommenen Blumenbeete bei der Pergola neu bepflanzt.

Weitere Staudenschmuckbeete werden in stark frequentierten Bereichen noch geschaffen, wie z.B. an der Godramsteiner Straße.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Landesgartenschau konnten neue Schmuckbeete um den Springbrunnen im Goethepark angelegt werden. Solche Schmuckbeete waren an dieser Stelle schon in früheren Jahrzehnten vorhanden. Jetzt dienen sie wieder als Blumenschmuck an dem gerne und häufig frequentierten Plätzchen. Die Beete wurden von den Mitgliedern des Freundeskreises AK 4 bepflanzt und seither auch gepflegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die flankierenden Maßnahmen konnte auch die Bepflanzung der beiden neuen Kreisel an der Autobahn-Abfahrt Landau-Zentrum finanziert werden. Auf den jeweils über 1000 qm großen Kreiselflächen wurden neben den prägenden Kiefern, Blauglockenbäumen, Säuleneichen und Eiben auch 3000 Stauden und Gräser sowie über 30.000 Blumenzwiebeln gepflanzt. Sie wurden nach einer speziellen Pflanzplanung gepflanzt. Der westliche Kreisel wird künftig in roten Farbtönen erblühen, für den östlichen Kreisel wurden Blautöne ausgewählt.

Kreisel Landau-Mitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls über die flankierenden Maßnahmen finanziert wurde das Einbringen von Buntsandsteinen in das kanalisierte Queichbett in der Bachgasse. Neben einer optischen Verbesserung wird seither auch das Plätschern des kleinen Flusses viel besser wahrgenommen. Durch die Verwirbelungen wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert und es entstehen unterschiedliche Gewässerzonen und Sandbänke, was Fauna und Flora zugutekommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtdörfer

Auch in den Stadtdörfern konnten mit Hilfe der flankierenden Maßnahmen verschiedene Projekte umgesetzt werden.

In Mörzheim wurde mit tatkräftiger Unterstützung durch die Landfrauen ein neues Rosenbeet an der nördlichen Zufahrt nach Mörzheim hergestellt. Ebenso wurden die Einfahrten mit Blumenzwiebeln verschönert.

In Abstimmung mit dem Bürgerverein Wollmesheim wurde an der Osteinfahrt nach Wollmesheim die Verkehrsinsel bepflanzt. Der Bürgerverein engagiert sich seither bei der Pflege der Grünfläche.

In Nußdorf wurden die Flächen um das Hexendenkmal an der Lindenbergstraße neu angelegt. So entstand ein würdiges Umfeld.

In Godramstein wurde bisher entlang der Osteinfahrt ein Blumenzwiebelband angelegt.

Neue Bäume wurden in den Queichwiesen in Queichheim entlang von Wegen gepflanzt. Auch wurden Blumenzwiebeln entlang des Queichangers gesteckt.

Weitere Maßnahmen erfolgen noch in den restlichen Stadtdörfern.

Traveler DC 120

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Private Grünflächen

Nicht nur städtische Flächen konnten mit finanzieller Unterstützung des Landes aufgewertet werden, sondern auch private Grundstücke. Durch die Aktion „Bäume für die Vorgärten“ konnte die Pflanzung von rund 50 neuen Bäumen auf Privatgrundstücken bezuschusst werden. Ziel dieser Aktion war es, gerade entlang von stärker befahrenen Straßen und in älteren Wohngebieten für mehr Grün entlang der Straßen zu sorgen. Denn oftmals sind die Straßen zu eng, der Verkehr so stark oder der finanzielle Aufwand zu groß, um in bestehenden Straßen im Nachhinein Bauminseln anzulegen.

So trägt nun jede einzelne Baumpflanzung zu den vielfältigen Wohlfahrtswirkungen bei, die letztendlich auch der Allgemeinheit zugutekommen.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonderer Blumenschmuck

Als Vorbote des blumigen Großereignisses schmückten bereits in den letzten zwei Sommern Blumensäulen den Rathausplatz und Blumenampeln die Queichheimer Brücke. Die Blumensäulen und Ampeln werden auch dieses Jahr wieder eingesetzt. Zusätzlich werden weitere Blumenampeln in der Friedrich-Ebert-Straße montiert, da sie die Hauptverbindungsachse zwischen LGS-Gelände und Innenstadt bildet.

Blumensäulen Marktplatz (3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehrere zehntausend Blumenzwiebeln wurden im Rahmen der flankierenden Maßnahmen bisher an den Haupt- und Zufahrtsstraßen gesteckt. Auch wurden in den vergangenen zwei Sommerhalbjahren auch an verschiedenen Stellen bunte Blumenmischungen angesät, so z.B. entlang der Neustadter Straße, Weißenburger Straße und an der Annweiler Straße. An vielen Stellen hat sich dieser Blumenschmuck bewährt.

Denn schließlich sollen die Gartenschaubesucher und Gäste während des Landesgartenschau-Halbjahres in der Stadt auch gebührend empfangen werden.

Im Frühjahr werden darüber hinaus an ausgewählten Stellen in der Innenstadt und entlang der Besucherwege zusätzliche Blumenkübel aufgestellt und mit Frühjahrs- und Sommerflor bepflanzt. Als Sinnbild für Landau als die größte Weinbau treibende Gemeinde Deutschlands wurden die temporären Blumenkübel in Form von überdimensionalen Weinkisten gestaltet. Für die Herstellung dieser Kisten konnte eine Edenkobener Firma gewonnen werden, die schon vor Jahrzehnten Transportkisten aus Holz für den Weinhandel herstellte.

Weinkiste mit Blumen


Einen weiteren blumigen Empfang werden rund 1000 von Kindergarten- und Schulkindern bemalte Holzblumen bieten. In LGS-Farben bemalt, werden sie auf Stäben montiert und entlang von Straßen und Wegen aufgestellt. Auf das Ergebnis freuen sich nicht nur die Landesgartenschaubesucher, sondern bestimmt auch die vielen Kinder, die sich mit viel Eifer und Freude an der Aktion beteiligt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Holzblumen

Mit diesem bunten Strauß an Maßnahmen hat die Landesgartenschau schon jetzt einen großen Beitrag zur Stadtentwicklung auch außerhalb des LGS-Geländes geleistet und gemeinschaftliche Aktionen gefördert. Bleibt zu hoffen, dass der grüne Geist, ähnlich der Süwega in 1949, die Bürger und die Stadtentwicklung weit über das Landesgartenschauhalbjahr hinweg weiter trägt. 

Hier finden Sie die Standorte der Holzblumen.




Seite zurück Seitenanfang Seite drucken