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Entwicklung der Konversion

Die Freisetzung von Flächenpotenzialen in so erheblichem Umfang erforderte die Entwicklung eines ersten Konzeptes für etwa ein Drittel des Stadtgebietes. Die Stadt hat frühzeitig ein Gesamtkonzept entwickelt, das schrittweise unter Wahrung der städtischen Identität umgesetzt werden soll. Drei Ziele stehen dabei im Vordergrund:

  • Langfristige, qualitativ hochwertige gewerbliche Entwicklung im Südosten,
  • Behutsame, auf den Markt ausgerichtete Wohnentwicklung unter kommunaler Steuerung über Bauleitplanung und besonderes Städtebaurecht,
  • Ergänzende Stabilisierung und Weiterentwicklung der Zentrumsfunktionen über mischgenutzte Teilflächen mit Bezug zur Innenstadt.

Dieses erste Konzept wurde unter der noch unbestätigten Annahme der Freisetzung aller militärischen Flächen für den gesamten südlichen Teil der Stadt  auf der Flächennutzungsplanebene erarbeitet, integrierte bereits damals eine projektierte Umgehungs- bzw. Erschließungsstraße und legte langfristige Nutzungsvorstellungen, Strategien und Ziele fest. Es war gleichzeitig auch Grundlage für die Weiterentwicklung und Konkretisierung von Planungsalternativen, die letztlich im aktuellen Flächenutzungsplan 2010 der Stadt Landau mündeten.

Dieser FNP wiederum stellte – insbesondere im Bereich der Umwelt durch Begleitung des Planes mit einer freiwilligen Plan-UVP – andere planungsrelevante Aspekte zur Verfügung. Dieses Gegenstromprinzip kennzeichnet eine der Besonderheiten der Landauer Konversionsstrategie.
Als eine weitere Besonderheit der Landauer Konversionsstrategie ist zu nennen die flankierend zu dem Rahmenkonzept Konversion und zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes ebenfalls bereits Anfang der 90er Jahre sehr frühzeitige Einleitung von städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen für den größten Teil der militärischen Liegenschaften. Dadurch wurden zunächst die Bodenpreise eingefroren und der Bodenspekulation Einhalt geboten.

Auch wenn später einige Flächen nicht dem Instrument der Entwicklungsmaßnahme und damit dem besonderen Städtebaurecht unterworfen wurden (wie z.B. das Baugebiet „Lazarettgarten“ und das  „Quartier Chopin“), hat sich diese Strategie bis zum heutigen Tag bewährt. Die Stadt als Verfahrensträgerin kann bedarfsgerecht die Entwicklungsgeschwindigkeit steuern, die Bodenpreise gedämpft halten und massiven Einfluss auf die städtebauliche Qualität ausüben.
Zwar bildet die oben beschriebene militärische Konversion den flächenmäßigen und qualitativen Schwerpunkt der Landauer Konversion, jedoch ist auch die Konversion zivil genutzter Flächen sehr bedeutsam für die Landauer Stadtentwicklung.




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