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Ruhango

Die Partnerschaft Landau - Ruhango-Kigoma,  eine kleine Erfolgsgeschichte

Die Ruanda-Vereine in Landau in der Pfalz

Ende 1984 hat der Stadtrat in Landau beschlossen, im Rahmen der Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz eine Partnerschaft mit der Stadt KIGOMA in Ruanda einzugehen. Kigoma umfasste damals eine Fläche von 120 Quadratkilometern und hatte etwa 40 000 Einwohner. Mittlerweile hat eine Kommunalreform im Ruanda stattgefunden, aufgrund derer die Gemeinden ihre Grenzen neu geordnet haben. Dabei wurde auch die Stadt KIGOMA umstrukturiert und teilweise anderen Distrikten zugeordnet. Unsere Partnergemeinde heißt jetzt RUHANGO, aber nur sechs der neuen Sektoren gehören zu unserer Partnerschaft, mit einer Größe von rund 400 Quadrat-Kilometern und 250 000 Einwohnern. Es gibt 54 Primarschulen, 20 Sekundarschulen, 14 Centres des Santé, zwei Hospitäler und eine Berufsschule. Da wir unsere früheren Partner nicht im Stich lassen wollten, haben wir unsere Partnerschaft mit dem Behinderten-Zentrum "Home de la Vierge des Pauvres GATAGARA behalten. Deshalb trägt unser Verein jetzt den Namen RUHANGO­KIGOMA e.V.

 

Wieder ein Besuch bei Freunden - der Gouverneur der  Südprovinz Alfonse MUNYANTWARI empfing im Oktober 2013 eine Gruppe des Freundeskreises.
Wieder ein Besuch bei Freunden – der Gouverneur der  Südprovinz Alfonse MUNYANTWARI empfing im Oktober 2013 eine Gruppe des Freundeskreises.

Seit 2002 gibt es noch den Verein Schulbau RUHANGO e. V.", seit 2005 den "Verein zur Förderung von Gesundheitseinrichtungen in RUHANGO e. V." und seit 2009 den Berufsförderungs- und Ausbildungsverein RUHANGO e. V.
Die Zusammenarbeit der vier Vereine mit ihren insgesamt rund 120 Mitgliedern ist sehr eng.

 

Das Ziel der Partnerschaft ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Hilfe und Unterstützung geschieht im Rahmen von Hilfsprojekten mit den Schwerpunkten Bildung, Ausbildung und Gesundheitsförderung. Und das im Rahmen meist enger persönlicher Kontakte mit Menschen in Ruanda, die sagen, was gebraucht und wie das Geld verwendet wird. Die Projekte sind so vielfältig, dass sie nur beispielhaft vorgestellt werden können. So wurden Unterstützungen und Projektfinanzierungen geleistet für    

  • den Neubau, die notwendige bauliche Renovierung und die Ausstattung von Schulen (zurzeit „bauen“ wir an der 17. Schule)
  • ein Viehzuchtprojekt für Jugendliche und Waisenkinder,
  • die Einrichtung eines Hauses für aidskranke Frauen und Männer,
  • eine neue Kinderstation beim Centre de Santé Ruhango,
  • Schulgeldzahlungen für Waisen,
  • Wasserleitungsprojekte (auch größere mit Quellfassung, Pumpstation, Reservoirs und Zapfstellen),
  • den Bau von Ausbildungsstätten für Handwerksberufe,
  • die Einrichtung von Brautkleider-Boutiquen für Aidskranke,
  • das Behindertenzentrum Gatagara (durch Überlassung von Rollstühlen, Krücken, orthopädischem und chirurgischen Material, Fertigstellung des OPs),
  • das Sammeln und den jährlichen Transport von Hilfsgütern wie z.B. Bettwäsche, Musikinstrumente, Strickmaschinen, Computer,
  • die Centre de Santé und Krankenhäuser, die fast traditionell jeweils 600 € als „Weihnachtsgeschenk“ erhalten. Diese Spende komme den Ärmsten der Armen zu Gute, weil damit Medikamente gekauft werden für Menschen, die diese nicht bezahlen können.

 

Das südpfälzische Ruanda-Netzwerk

Auf eine ganz besondere Entwicklung ist der Freundeskreis stolz: In Landau, in der Südpfalz konnten viele Menschen zu entwicklungspolitischem Engagement motiviert werden. Es wurde gespendet oder durch Mitmachen geholfen, es gab und gibt vielfältige Kontakte, von denen hier nur beispielhaft das „Netzwerk“ abgebildet wird:

  • Schulpartnerschaften waren von Anfang an wichtige Säulen der Partnerschaft:
    • Max-Slevogt-Gymnasium - Sekundarschule Ruhango
    • Otto-Hahn-Gymnasium - Colleg Bethel
    • Konrad-Adenauer-Realschule - Sekundarschule Kigoma
    • Pestalozzi-Grundschule - Centre Scolaire Muyange
    • Grundschule Dammheim - Primarschule Mutima
  • Die altkatholische Gemeinde unterhält eine Partnerschaft mit der anglikanischen Pfarrei Hanika und unterstützte den Ausbau eines Berufbildungszentrums für Kfz-Mechaniker.
  • Der Pfarrverband von Landau finanzierte 2004 den Bau einer katholischen Kirche in Kigoma.
  • Bei den jährlichen Neujahrsempfängen des Oberbürgermeisters der Stadt Landau sammelt der Freundeskreis erfolgreich Spenden an einem Informationsstand.
  • Der Freundeskreis beteiligt sich am Hungermarsch, der alljährlich vom Landauer Hungermarschverein organisiert wird. Die Teilnehmer können ihre Spende für Ruhango bestimmen.
  • Verschiedene Schulen beteiligen sich bei der „Aktion Tagwerk“ und spenden das Geld für Ruanda-Projekte.
  • Der Erlös des Minimarathonlaufs der Grundschulen wird i.d.R. dem Freundeskreis gespendet.
  • Eine Frauengruppe aus Gleisweiler spendet jedes Jahr 30 bis 60 selbstgestrickte Decken für Ruanda.
  • Viele überlassen dem Freundeskreis Spenden aus Anlass von Familienfesten oder aus vielen anderen persönlichen Gründen.

 

Die Unterstützung – ein paar Zahlen

Das Volumen der Projektförderungen durch den Freundeskreis nahm über die Jahre hinweg immer mehr zu. So lag die durchschnittliche Förderung von 1990 bis 1999 jährlich bei rd. 16.000 €, von 2000 bis 2009 bei rd. 57.000 € und von 2010 bis 2013 bei rd. 127.000 €.

Im Jahr 2013 wurden folgende Projekte gefördert:

- College Bethel (Bau von Schlafsälen)                                            45.000 €

- Berufsschule bei Gatagara (erste Bauphase), Gatagara
ist ein Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche              100.000 €

- Ersatz für verbrannte Matratzen (zwei Internatsschulen)               3.000 €

- Anschaffung von didaktischem Schulmaterial
(naturwissenschaftlichen Experimentierkästen)                                39.000 €

- Theaterprojekte                                                                            3.000 €

- Wasserleitungsbau                                                                         3.000 €

- „Weihnachtsgeschenk“ für 15 Gesundheitszentren und
Krankenhäuser (Medikamente für arme Menschen)                            9.000 €

- Gesamtförderung                                                                               202.000 €

  

Der Kern des Engagements: Der Ruhango-Markt

Die Hauptaktivität des Freundeskreises und der mit ihm verbundenen Ruanda-Vereine ist der Ruhango-Markt, ein „Spenden-Kaufhaus“.

Ein Kaufhaus, in dem man günstig Gebrauchtes kaufen kann: Bücher, Spielsachen, Glas und Porzellan, Büroartikel, Haushaltsgegenstände, Elektroartikel, CDs und DVDs, Bilder, Schmuck, Kleider, Koffer und Taschen und viele Dinge mehr. Es sind alles Sachspenden. Dinge, die – meist gut erhalten – nicht mehr gebraucht werden. Kinder werden größer, Haushalte aufgelöst und Neuanschaffungen brauchen Platz.

Gebrauchtes als Spenden abgeben oder Stöbern und Einkaufen - beides kann man im Ruhango-Markt.
Gebrauchtes als Spenden abgeben oder Stöbern und Einkaufen - beides kann man im Ruhango-Markt.

Und für so Gebrauchtes gibt es eine intensive Nachfrage, einen „Markt“. In Landau ist es der Ruhango-Markt und das – von kleinen Anfängen in 1986 her - seit über 25 Jahren. Ungefähr 30 bis 35 Helferinnen und Helfer sind dafür regelmäßig im Einsatz. Der Zeitaufwand fürs Organisieren, Annehmen von Spenden, Reinigen und Einsortieren ist groß, aber sehr lohnend.

Den Ruhango-Markt findet man „Im Justus 4“ in Landau.

Die Öffnungszeiten:

Verkauf: Dienstags von 15:00 bis 18:30 Uhr

Spendenannahme: Donnerstags von 13:30 bis 17:00 Uhr

 

Die Öffentlichkeitsarbeit

Wer Gutes für Ruanda tun will, muss die Öffentlichkeit informieren. Dabei werden die klassischen Wege genutzt: Pressearbeit bis hin zur Nutzung des Offenen Kanals (über jeden Besuch in Ruanda bei Partnern und Freunden wurde ein Film gedreht und gezeigt, damit wird auch Rechenschaft über die Arbeit der Ruanda-Vereine im Freundeskreis-Verbund und die Projekte für die Öffentlichkeit abgelegt).

Anlässlich eines Gottesdienstes innerhalb der Gottesdienstreihe auf dem Totenkopf bei St. Martin beteten wir seit 1998 für Frieden und die Menschen in Ruanda. Dies werden wir in Zukunft in einem ökumenischen Gottesdienst bei der Kirche Himmelgrün auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in Landau tun.

Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört natürlich auch eine Homepage:
www.freundeskreis-ruhango-kigoma.de

 

Die Hilfe für Ruhango braucht Helferinnen und Helfer!

Auch Sie können Gutes tun. Auch Sie können sich engagieren. Auch Sie können mitmachen.

Wie? Nehmen Sie bitte einfach Kontakt mit uns auf:

  • Sprechen Sie uns während der Öffnungszeiten im Ruhango-Markt an.
  • Rufen Sie uns an (Frau Rahm 06341/51120, Herr Bünning 06341/52398, Herr Baumann 06341/60379, Frau Wambsganß 06374/8344, wenn es um Bücher geht Fam. Seither 06341/61844)
  • Besuchen Sie uns im Internet: www.freundeskreis-ruhango-kigoma.de

 

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