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Panorama der Stadt Landau in der Pfalz
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Konversionsprojekte

Studentenwohnhein

Die Zukunft des 1847-1850 von August von Voit errichteten Bezirksgefängnisses war lange Jahre ungewiss.

Durch die Umnutzung zum Studenten­wohnheim 1993-1995 konnte der trutzig wirkende Sandsteinbau mitten im Zentrum der Landauer Innenstadt für die Nachwelt erhalten bleiben und damit sinnvoll im zivilen Bereich genutzt werden.

Die historische Zellenstruktur im Inneren war nach eher geringen Eingriffen für die neue Nutzung geeignet. Das verant­wortliche Architekturbüro Felix-Hennel & Partner entschied sich außerdem, die durch die Umnutzung bedingten Verän­derungen auch in der Fassade des Gebäu­des zu zeigen.

Die von Profilsteinen eingefassten Gitter­fenster wurden durch in Stahlblech ausgekleidete Schlitze nach unten verlängert, die historischen Sohlbänke blieben erhal­ten. Das ursprüngliche Fassadenbild bleibt trotz der ästhetischen Überlagerung noch erkennbar.
Hinter der erhaltenen Mauer fand im frühe­ren Gefängnishof eine 1998 vom gleichen Büro errichtete Ladenzeile Platz. Die mo­derne Stahl-Glas-Konstruktion schreibt den am Gefängnisbau begonnenen Kontrast zwischen Massivität und Filigranität, zwi­schen Geschlossenheit und Transparenz fort.

Bauherr: Rhein-Pfalz-Wohnen GmbH, Neustadt
Architekten: Felix-Hennel & Partner, Landau/Karlsruhe
Wohneinheiten: 60
Wohnfläche: 1669 Quadratmeter
Ladenzeile BGF: 405,50 Quadratmeter
Ladenzeile HNF: 297 Quadratmeter

Hafermagazin

Das Landauer Hafermagazin entstand in den Jahren 1914 bis 1916 als Speicherbau für die bayerische Garnison. Für die Realisierung des großräumigen siebengeschossigen Baukörpers bediente sich die Militärverwaltung einer seinerzeit höchst in­novativen Konstruktionsweise. Durch die Karlsruher Baufirma Dyckerhoff & Widmann ließ sie den Speicher als Eisenbetonskelett­bau im Hennebique-System errichten.

Das Hafermagazin besteht aus einem re­gelmäßigen Eisenbetongerüst; aus Stützen, Hauptträgern, Nebenträgern und Decken­scheiben, das sich über sämtliche Ge­schosse erstreckt.

Die einzige „Variation" - wenngleich ebenso konstruktiv bedingt - zeigt sich im Verjüngen der Stützen von Geschoss zu Geschoss.

Die Vorliebe für das neue Material geht so­weit, dass auch Dachwerk und Dachver­schalung in Eisenbeton hergestellt werden. Im gestaffelt ausgebildeten Dachgeschoss entsteht so eine räumlich eindrucksvolle Betonbasilika.

Das Betonraster bildet sich auch an den Fassaden ab und wird somit zum kennzeichnenden Gestaltungsmotiv. Der Beton bleibt dabei roh und ohne Veredelung sichtbar. Dazwischen sitzen herkömmlich verputzte Ziegelausfachungen, die ihrer­seits Eisenfenster mit Segmentbogenschluss aufnehmen. Selbst die einfache Bauornamentik - die „Knaggen" und das kassettierte Gesims der Dachtraufe - ist gegossener Beton.

Das Hafermagazin stand seit dem Abzug der zuletzt französischen Besatzung leer. Das ursprünglich hier geplante Dienstleistungs­zentrum der Sparkasse SüW wurde zwischenzeitlich an anderer Stelle realisiert. In zahlreichen Projekten wurden Umnutzungskonzepte durch Hochschulen erstellt. Es wurde geprüft, ob das Hafermagazin als Parkhaus, als Hotel oder als Archiv, für Verkauf oder Veranstaltungen denkmalverträglich nutzbar wäre.

2007 erwarb der baden-badener Investor Birk das Gebäude. Unter Erhaltung des Eisenbetongerüstes wurde es zu einem Wohngebäude umgenutzt. Ein Teil der Nordfassade mit ihren Ziegelausfachungen und Eisenfenstern sowie der basilikale Dachraum blieben dabei erhalten.

Baufirma: Dycherhoff & Widmann, Karlsruhe
BGF: 10.314 qm

Bauherr: Bauwert GmbH, Baden-Baden
Architekt: Archidee, Stefan Emslander, Karlsruhe
Bauträger: Weisenburger, Rastatt
Umnutzung zu 71 Loftwohnungen

Quartier Chopin

In den 1860er Jahren wurde auf dem Reduit der Landauer Festung ein Spei­cherareal mit Proviantamt und Kommiss­bäckerei errichtet.

Dieses mittlerweile in zentraler innerstädti­scher Lage gelegene ehemalige Militärareal wurde 1997/1998 vom Landauer Architek­turbüro Knauth & Knauth auf der Grundlage eines städtebaulichen Rahmenplanes eine zivile Konversion zum modernen Dienstlei­stungszentrum „Quartier Chopin". Hinter meterdicken Sandsteinmauern finden sich Ladeneinheiten, Restaurants, Büros und verschiedene Dienstleister. Das Areal bietet weiterhin Flächen für innerstädtisches Wohnen.

Im Hochparterre des winkelförmigen Provi­antamtes konnten diese Nutzungen zu ei­ner kleinen Galerie zusammengefasst und durch einen mittigen Längsflur erschlossen werden. Die neuen Nutzungen zeichnen sich durch leichte, meist transparente Einbauten innen und in ihrer Nachträglich­keit erkennbar gemachte Durchbrüche am Außenbau aus.

Durch ergänzende Abtragungen des an­grenzenden Terrains gelang für das Provi­antamt außerdem die äußere Erschließung und Belichtung des Kellergeschosses.

Die Schwere der militärischen Befestigung bleibt im äu­ßeren Erscheinungsbild bestimmend, wird aber durch zusätzliche Öffnungen sowie eine reizvolle Illumination der Nachtansicht gemildert.

2007/08 wurde das Gebäude nachverdichtet; es entstanden entlang der Queich zwei neue Wohnbauten durch die Firma Speeter GmbH & Co KG, Bornheim, (Architekt Treiling, Bertel Teiling, Landau). Das ehenalige Werkstattgebäude soll zu gastronomischen Zwecken umgenutzt werden.

Bauherr: Michael Stober, Berlin
Architekten: Knauth & Knauth, Landau
NF ehem. Bäckerei: 830 Quadratmeter
NF ehem. Magazin: 3500 Quadratmeter

Jugendstil-Festhalle

Die Landauer Festhalle wurde in den Jahren 1905-1907 vom Düsseldorfer Archi­tekten Hermann Goerke in Formen des süddeutschen Jugendstils errichtet.

Während der malerisch gruppierte Außen­bau im Laufe der Jahrzehnte weitgehend ohne Beeinträchtigung blieb, erfuhr das In­nere infolge der Renovierungen 1958/1959 und 1971/1972 umfassende Überformun­gen, die das ursprüngliche Gesamtkunst­werk des Jugendstils stark beeinträchtig­ten.

Durch die Generalsanierung von 1999 -2001 gelang die Annäherung an das ur­sprüngliche Raumbild des Großen und Kleinen Saales. Auf diese Weise konnte das verlorene Gesamtkunstwerk qualitativ wiedergewonnen werden.

Die alte Bühnentechnik wurde grundlegend erneuert sowie die Bühnenfläche und das Foyer neu geordnet und erweitert. Der Große Saal erhielt bewegliche Podien für eine aufsteigende Bestuhlung.

Bauherr: Stadt Landau in der Pfalz
Architekten: Dissing+Weitling, Kopenhagen
BGF: 10.200 Quadratmeter, Vollbühne, Mehrzwecknutzung

Förderverein

Stadtbibliothek/Schlachthof

Der in der Gründerzeit errichtete, axial konzipierte Landauer Schlachthof wurde im Jahr 1992 stillgelegt. Für dieses innerstädtische und durch um­gebende Wohn- und Gewerbenutzungen geprägte 2,5 Hektar große Areal wurde 1993 eine städtebauliche Konzeption vom Büro Ost-End-106 entwickelt und diese 1994  vom städtischen Bauamt zu einem städtebaulichen Rahmenplan konkretisiert.

Ziel ist eine der innerstädtischen Lage ent­sprechende Gebietsentwicklung mit Wohn­nutzungen, Sondernutzungen (z.B. Hotel, Handel, Gastronomie) und Stadtbibliothek. Besondere Aufenthaltsqualitäten sollen durch die Gestaltung eines öffentlichen Platzes entstehen.
Neben Direktorenhaus und Wasserturm, für den eine Sanierung und denkmalgerechte   Erweiterung auf  dem konzipierten öffentlichen Platz an­gestrebt wird, blieb auch die mehrschiffige, basilikal gestaffelte Schlachthalle vom Abriss verschont.
1996 bis 1998 wurde die ehemalige Schlachthalle für die Nutzung als Stadtbi­bliothek von Lamott Architekten großzügig umgebaut und zum Queich-Flüsschen er­weitert.

Bedingt durch die Niederlegung des frühe­ren flachen Verbindungsbaus zum Turm wird für die Halle eine Schaufassade not­wendig, die als formal eigenständige, unterschiedliche Gebäudeteile zu­sammenfassende Stahl-Glas-Front mit ho­rizontalen Holzlamellen errichtet wird.
Der außen konzipierte, klar lesbare Kontrast zwischen Alt und Neu, der sich auf Material, Konstruktion und Form be­zieht, setzt sich im Inneren konsequent fort. Die mit dem Umnutzungsgrad zwangsläufig verbundenen An- und Einbauten werden in moderner Form dem historischen Bestand gegenübergestellt. 


Bauherr: Karl und Edith Fix-Stiftung, Landau
Architekten: Lamott Architekten, Stuttgart/Landau
BFG (neu und alt): 1780 Quadratmeter
HNF: 1170 Quadratmeter
Medieneinheiten: etwa 75.000  

Stadtgärtnerei

Das Gelände mit einer Größe von knapp 1,5 Hektar liegt im Südwesten von Landau, entlang der Annweilerstraße. Im Südosten verläuft ein Grünbereich. Das Areal, Ende 1993 aufgelassen, wurde zu Wohnzwecken (Stadtvillen, -häuser) umgenutzt. Angrenzend befindet sich überwiegend Wohnbebauung und gewerbliche Nutzung.

Auf der Basis eines städtebaulichen Rahmenplans wurde ein Baulastenplan für das Gebiet erstellt und die einzelnen Vorhaben nach § 34 BauGB genehmigt. Die Stadt hat die Bauflächen direkt an einzelne Bauherren und Bauträger vermarktet. 

Lazarettgarten

Die Entwicklung der heutigen Wohnan­lage basiert auf einem im Jahr 1995 durch den Investor Thorsten Holch in Zusammen­arbeit mit dem städtischen Bauamt erstell­ten städtebaulichen Rahmenplan und gründet auf dem 1903-1906 errichteten bayerischen Garnisonslazarett.

Im typi­schen Stil der Jahrhundertwende findet sich eine repräsentative solide Bauweise mit massiv gemauerten Gebäuden unter Einsatz von Klinkersteinen und dekorativen Sandsteinelementen.

Durch die ARCHImedes GmbH Landau wurde der historische Baubestand behut­sam saniert und Instand gesetzt, störende Elemente der Nachkriegszeit dabei durch Materialien der Bauzeit ersetzt.

Neben der Sanierung der historischen Bau­substanz bilden ökologische Zielsetzungen, die behutsame Nachverdichtung des Areals durch kontrastbildende kubische Einzelgebäude in den Randbereichen sowie die Wiederherstellung der zentralen Park­anlage mit historischem Baumbestand das Grundgerüst dieses vorbildhaften nachhal­tigen Gesamtkonzeptes.

So besticht die Nutzungsstruktur durch die angemessene Mischung von Wohnen, Dienstleistungen und nicht störendem Ge­werbe. Verschiedene Wohnungstypen, -zuschnitte und -größen bieten darüber hinaus unterschiedlichen Al­tersgruppen den jeweils für sie passenden Lebensraum und bilden damit die Grund­lage für das "Mehrgenerationen-Wohnen".

Als besondere ökologische Elemente sind zu nennen, der Bau und Betrieb eines Blockheizkraftwerkes mit Nahwärmenetz, die Inbetriebnahme der ersten Brennstoff­zelle in der Region, die Neuverlegung eines kompletten Trennsystems für Schmutz- und Regenwasser mit Regenwassersamm­lung in Zisternen (280.000 Liter), die Versor­gung jedes Hauses mit Grauwasser, die Schaffung autofreier Zonen, die Herstellung der Neubauten in Niedrig-Energie-Haus-technik, die passive Energienutzung sowie der Einsatz von regenerierbaren und ener­gieökonomischen Baustoffen. Die Bauzeit der Sanierung dauerte knapp 4 Jahre.

Bauherr: ARCHImedes GmbH, Landau
Architekten: Claus Dillinger, Kaiserslautern, Thorsten Holch, Landau
Gesamtgröße: 3,8 Hektar
Wohn-, Nutzfläche: 1500
Wohneinheiten: 96
Büros/Gewerbeeinheiten: 19; 1 Kindergarten

Quartier Vauban

Durch den Abzug des französischen Militärs sind seit den 90er Jahren große, bis dahin militärische genutzte Flächen frei geworden. Auf den Arealen sind neben Gewerbeflächen auch zahlreiche neue Wohngebiete entstanden.

Die ehemalige Kaserne Mangin, heutiges Gebiet Quartier Vauban, liegt im Südwesten der Stadt mit einer Größe von etwa 15 Hektar. Sie wird begrenzt im Norden durch die Lazarettstraße, im Osten durch die Weißenburger Straße, im Süden durch die Dörrenbergstraße und im Westen durch das Wohngebiet Montclar. Das Areal wurde in ein Wohnquartier und teilweise in ein Mischgebiet mit Nahversorgungsschwerpunkt umgenutzt.

Die Umnutzung des Bereichs der Kaserne wurde mit Hilfe einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme betrieben.

Ziel war es, das ehemalige Kasernengelände „Quartier Vauban“ in die bestehende Stadtstruktur zu integrieren. Mit Hilfe eines Ideenwettbewerbs wurde eine Baustruktur entwickelt, die sowohl die historisch wertvolle Bausubstanz erhält, als auch neue städtische Wohnformen mit Gartenbezug und hoher Freiraumqualität ermöglicht. Ergebnis des Ideenwettbewerbs ist der städtebauliche Rahmenplan, der als Grundlage des Bebauungsplanes diente.

Insgesamt wurden in fünf Bauabschnitten knapp 450 Wohneinheiten in dem Quartier geschaffen.  Ergänzt wird die Wohnnutzung im Sinne einer Funktionsmischung durch nicht störende Gewerbebetriebe oder Büronutzungen und gebietsbezogene Infrastruktur- und Gemeinbedarfseinrichtungen. So befinden sich im Quartier ein Lebensmittelmarkt sowie ein Kindergarten und eine Schule.

Mit Ausnahme der denkmalgeschützten Gebäude wurde das Areal 1999 komplett freigelegt und Ende 1999 mit der Erschließung des 1. Bauabschnitts an der Konrad-Adenauer-Straße begonnen. Er umfasst 45 Grundstücke, die überwiegend mit Einzelhäusern bebaut sind. Die Bauabschnitte 2 und 3 (Willy-Brandt-Straße, Charles-de-Gaulle-Straße, Robert-Schuman-Straße und Alcide-de-Gasperi-Straße) wurden Ende Juli 2002 erschlossen und sind weitgehend mit Doppel- und Reihenhaustypen bebaut. Am Ende der Maßnahme wird dieser Bereich rund 70 Wohneinheiten umfassen.

Die Erschließung der Bauabschnitte 4 und 5 erfolgte im Jahr 2007 und wurde Anfang 2010 fertiggestellt.

Inzwischen ist die Entwicklungsmaßnahme komplett abgeschlossen. Letzte Bausteine waren die Neubauten der Studentenwohnheime entlang der Weißenburger Straße und der Erweiterungsbau der Montessori-Schule südlich der Lina-Kößler-Straße.

Gewerbepark "Am Messegelände"

Die ehemalige Kaserne Jeanne d’Arc mit einer Größe von 11,5 Hektar liegt im Südosten der Stadt auf Queichheimer Gemarkung. Sie wurde im Jahr 1995 freigegeben. Im Zuge der langfristig geplanten Gewerbeentwicklung war die Kaserne der erste Baustein. Unmittelbar daran anschließend entstand in östlicher Richtung der Gewerbepark „Am Messegelände“ mit rund 33 Hektar Nettobaufläche.

Um die Entwicklungen bauplanungsrechtlich optimal steuern zu können, hat die Stadt 1999 die Liegenschaft als Sanierungsmaßnahme (vereinfachtes Verfahren) förmlich festgelegt. Dadurch kamen öffentliche Fördermittel zum Einsatz.

Die erforderlichen Abbruch- und Erschließungsmaßnahmen wurden im Jahr 2000 abgeschlossen. Ab Februar 2001 konnten die ersten Baugenehmigungen erteilt werden. Als wichtiger Baustein des Gewerbeparks wurde bereits 1999 das Existenzgründerzentrum durch den Umbau eines bestehenden Gebäudes realisiert, mit der Vermietung wurde Anfang 2000 begonnen. Die Stadt hat ergänzend hierzu im Jahr 2000 den ehemaligen Sportplatz als Messeplatz ausgebaut.

Hinsichtlich der städtebaulich/architektonischen Komponenten wurde von der Planungsabteilung des Bauamtes ein städtebaulicher Rahmenplan entwickelt. Ziel war es einerseits, optimale Flexibilität bei der Grundstücksvermarktung zu erreichen, andererseits jedoch auch bestimmte Ordnungs- und Gestaltungsfaktoren zu berücksichtigen.

Die städtebauliche Rahmenplanung enthält als Gesamtkonzeption mehrere Bausteine. Hervorzuheben sind hierbei der Nutzungszonenplan sowie der städtebauliche Gestaltungsplan.

Der Gestaltungsplan stellt in vereinfachender und schematischer Form die mögliche Bebauung des Gewerbeparkes, wichtige Wegeverbindungen sowie die geplante Grünstruktur dar.
Die Ausweisung von Nutzungszonen mit flexibel handhabbaren Parzellengrößen zwischen 800 Quadratmeter und 20.000 Quadratmeter, bei Bedarf auch größer, setzt die Idee der räumlichen Konzentration vergleichbarer Unternehmen mit ähnlichen Mikrostandortanforderungen (z. B. Emission, Kundenfrequenz, Arbeitsruhe und Betriebsumfeld, Gestaltwirkung etc.) um. Hierdurch entstehen Synergieeffekte und Identifikationsmöglichkeiten für kleinere und größere Gewerbequartiere. 

Die Maßnahme wurde in der Zwischenzeit abgeschlossen, dass Areal ist vollständig vermarktet.

Übersichtskarte

 

1. Studentenwohnheim
2. Hafermagazin
3. Cartier Chopin
4. Jugendstil-Festhalle
5. Stadtbibliothek/Schlachthof
6. Stadtgärtnerei
7. Lazarettgarten
8. Cartier Vauban
9. Konversion Süd - Estienne-Foch-Kaserne
10. Gewerbepark “Am Messegelände“

Konversion Süd-Estienne-Foch-Kaserne

Zu der Konversionsmaßnahme Landau-Süd zählen das Kasernenareal „Estienne et Foch“ mit etwa 24 Hektar, das ehemalige Güterbahnhofsgelände im Bereich der östlichen Südstadt mit ca. 8 Hektar sowie der östliche Teilbereich des ehemaligen Kohlelagers, früher bebaut mit Panzerhallen, mit 7,5 Hektar Fläche. Das Areal der ehemaligen Estienne-Foch-Kaserne wurde von der DSK - Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft - als Entwicklungsträger und Treuhänder der Stadt Landau erworben.

Schon alleine die stadträumliche Lage der ehemaligen Kaserne, des ehemaligen Kohlelagers an der Eutzinger Straße und das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes „Ebenberg“, heutiges Naturschutz- und FFH-Schutzgebiet, machen deutlich, dass, bedingt durch die militärische Nutzung, die frühere Stadtentwicklung nach Süden wie durch einen von Osten nach Westen verlaufenden Riegel blockiert war. Zur Stadtseite, also nach Norden hin, ist das Militärareal abgeschottet durch eine massiv wirkende bis zu 14 Meter hohe Bebauung. Es handelt sich hierbei um die ehemaligen Mannschafts- und Offiziersgebäude, die zum großen Teil unter Denkmalschutz stehen.

Das ehemalige Güterbahnhofgelände im Bereich der östlichen Südstadt schließt sich nordöstlich an die Kaserne Estienne et Foch an und grenzt östlich an die bestehenden Wohngebiete der Landauer Südstadt. Im nördlichen Gebietsabschnitt ist das Gelände geprägt durch langgestreckte ehemalige Fabrik- und Lagergebäude mit Kopfgebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Die Gebäude werden auf verschiedene Art gewerblich genutzt.

Im Jahr 2008 wurde für die gesamte Fläche ein Beschluss über eine Entwicklungssazung gefast.
Die bisher von der Stadtentwicklung ausgeklammerte Militär- und Infrastrukturbrache ist in die Stadtstruktur zu integrieren, dies stellt hohe planerische Anforderungen. Für das Kasernenareal besteht die Zielsetzung zur Ausweisung von Wohnflächen, für die Ansiedlung von Dienstleistungen, nicht störendem Gewerbe, Bildungseinrichtungen und für öffentliche Grün- und Freiräume. Es soll ein neues Stadtquartier mit hohem Identitätswert entstehen. Der Bezug zur Geschichte des Ortes unter Einbeziehung wichtiger und schützenswerter Bausubstanz trägt ebenso dazu bei wie die Ausweisung eines großen zentralen Parks, der die Tradition der Landauer Stadtparks im Süden fortsetzen wird und als Verbindungselement den Bezug und Übergang zur sich südlich anschließenden freien Landschaft herstellt.

Das Areal war Austragungsort der Landesgartenschau 2015 und wird aktuell zum “Wohnpark Am Ebenberg“ entwickelt.

 

 

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